Heute beginnt die Gruppenphase der prestigeträchtigen Champions League. Der Wettbewerb, der in Zukunft noch ein wenig mehr den Reichen und Schönen des Fußballs vorenthalten sein soll, genießt trotz all der Kritik an ihm international einen riesigen Stellenwert. Nach wie vor ist es noch keinem Team gelungen, den seit 1992 existierenden Nachfolgerwettbewerb des Europapokals der Landemeister zweimal in Folge zu gewinnen.

Die Champions League ist sportlich Fluch und Segen für die ganz großen Teams zugleich. Einerseits kann der Gewinn der Champions League über jedwedes nationale Scheitern mehr als hinwegtrösten. Andererseits hält die absurde Debatte darüber, dass ein Team diesen Titel angesichts Teilnehmern wie Real Madrid, FC Barcelona, Bayern München, Manchester City oder Atletico Madrid gewinnen müsse, um eine erfolgreiche Saison zu spielen, nach wie vor an. Pep Guardiola wird nach den vergangenen drei Jahren in München ein Lied davon singen können. Nirgends scheint die Erwartungshaltung so ungerecht wie hier. Aber nirgends ist auch die Spannung so groß.

Gladbach vor der unmöglichen Aufgabe

Für die vier deutschen Vertreter stehen Aufgaben gegen all die oben genannten Teams auf dem Programm. Bei Borussia Mönchengladbach dürften sich angesichts der Spiele gegen den FC Barcelona, Guardiolas Manchester City und Celtic Glasgow die Hoffnungen auf ein Weiterkommen in Grenzen halten. Zumindest Platz 3 für ein Überwintern in der Europa League wäre jedoch ein wichtiges Erfolgserlebnis. Wenn man als Gladbachfan mal ein paar internationale Auswärtsspiele mitmachen wollte – wann, wenn nicht jetzt?

Mit Manchester City fährt man direkt zum Auftakt zu einem der Brocken, der spätestens seit der Verpflichtung von Pep Guardiola seine Ansprüche in der CL nach mehreren durchwachsenen Jahren hochschrauben wird. Christoph Kramer sagt trotzdem: Lieber City als Gladbach.

Leverkusen in der Ausgeglichenheit gefangen

Die Gruppe von Bayer 04 Leverkusen gestaltet sich namenstechnisch wesentlich unspektakulärer. Mit dem AS Monaco, ZSKA Moskau und den Tottenham Hotspurs erscheint eine Prognose jedoch schwieriger, als das in anderen Gruppen der Fall sein mag. Eigentlich eine Pflichtaufgabe für die Leverkusener, die jedoch kurz vor Transferschluss ihren Kader durch die Abgänge von Papadopoulos, Öztunali und Ramalho nicht unbedingt notwendigerweise noch einmal verkleinert haben und mit Bellarabi bereits den ersten mittelfristigen Ausfall ersetzen müssen.

Es gilt als unwahrscheinlich, dass Joker-König Joel Pohjanpalo erneut drei Treffer abliefert, wenn Leverkusen in Probleme gerät. Mehr als das Achtelfinale war in den letzten Jahren selten drin für die Leverkusener – aber zumindest das sollte auch dieses Jahr wieder als Minimalziel gelten, wenn Bayer morgen gegen ZSKA Moskau in das Turnier startet.

Der BVB erholt sich von Leipzig

Einen herben Rückschlag erlitt die Dortmunder Borussia in der Bundesliga gegen Aufsteiger Rasenball Leipzig. Mit der sehr interessanten, neu zusammengestellten Truppe darf man von der Borussia zwar einiges erwarten – inwieweit sie das jedoch bereits in dieser Saison umsetzen kann, ist noch fraglich. Zumindest dürfen sie nach einem Jahr in der Europa League jetzt wieder mit den ganz Großen Europas spielen.

Die CL-Gruppe mit Auftaktgegner Legia Warschau, Sporting Lissabon und Dortmunds Lieblingsgegner Real Madrid ist für die Akteure in schwarz-gelb jedoch machbar. Und mit Glück ist es eine erneute Chance, Titelverteidiger Real Madrid ein wenig zu ärgern. Insbesondere an ein Spiel aus der jüngeren Vergangenheit dürfte man sich dort immer noch erinnern.

Die Bayern mit der Chance zur Revanche

12 Jahre mussten die Fans des FC Bayern nach dem CL-Triumph 2001 warten, ehe die begehrte Trophäe erneut nach München wanderte. Seitdem ist der öffentliche Anspruch gestiegen – kurioserweise häufig nur von Seiten der Medien und der Fans anderer Vereine. Bei einem Nichtgewinn der Champions League wird die Saison des FC Bayern von vielen Seiten nun zum Misserfolg erklärt.

Klar ist aber auch: Von den Guardiola-Jahren erhoffte man sich auch intern beim FC Bayern wohl mehr als “nur” drei Halbfinal-Teilnahmen. Mit beeindruckenden fünf Halbfinal-Teilnahmen in Folge sucht man zwar seinesgleichen. Doch man weiß sehr genau, dass man gerade über eine Mannschaft verfügt, die das Potenzial zum erneuten großen Wurf hat. Nun gibt es in der Gruppenphase neben Duellen gegen Eindhoven und CL-Neuling Rostow direkt die Chance zur Revanche gegen den bajuwarischen Vorjahresbezwinger, Atletico Madrid. Kann Carlo Ancelotti seinen fünf CL-Titeln (zwei als Spieler, drei als Trainer) einen weiteren in München hinzufügen?

Und sonst so?

Auch in den anderen Gruppen bahnen sich spannende Duelle an. So muss Paris St. Germain direkt zum Auftakt gegen den FC Arsenal London antreten. Diese werden einmal mehr versuchen, die Gruppenphase als Gruppensieger zu überstehen, da ihnen das Losglück in den vergangenen Jahren nicht allzu hold war (2016 gegen Barcelona, 2013 & 2014 gegen Bayern München).

Der englische Überraschungsmeister Leicester City steht nach verhaltenem Saisonauftakt mit 4 Punkten aus 4 Partien vor seinem CL-Debüt beim FC Brügge. Als Meister einer der großen Ligen in Topf 1 gesetzt, gestaltet sich auch die Gruppe mit Brügge, Kopenhagen und Porto als tendenziell machbar.

 

 

 

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Heute beginnen die Paralympics in Rio. Während der Länderspielpause eine mehr als gute Gelegenheit, mal einen Blick auf die Athleten der Spiele zu werfen. Während sich die Stars und Sternchen der Olympischen Spiele wie Usain Bolt oder Michael Phelps weltweit großer Popularität erfreuen, gehen die Leistungen der paralympischen Athleten oftmals unter. Dabei gibt es gerade hier aussergewöhnliche Geschichten und Leistungen.

Ich habe mich mit Dorian Aust im Bewegungsmelder auf Kölncampus über ein paar der Athleten unterhalten. Darunter ehemalige Formel1-Fahrer, Spätstarter sowie einen, der auch schon gegen Usain Bolt gelaufen ist…

 

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Aufsteiger in der Bundesliga – ein Traum für die meisten Vereine, in der Realität aber doch oft ein hartes Los. Der Nichtabstieg der Darmstädter in der vergangenen Saison konnte angesichts der Unterschiede im Budget bereits als kleines Wunder verstanden werden. Der Klassenunterschied zwischen der ersten und zweiten Bundesliga ist für die Neulinge oftmals zu groß. Auch in dieser Saison wird es spannend sein zu sehen, wo sich der SC Freiburg und RB Leipzig in dieser Liga einordnen. Bei Ligadebütant Leipzig nicht zuletzt deswegen, weil der Nichtabstieg als Ziel dem Brauseklub nicht ausreicht.

Die Meister aus Lautern und das erste Jahr der Bayern

Die Statistik der Bundesliga-Historie gibt Informationen über das generelle Abschneiden aller Aufsteiger in ihrer ersten Saison nach dem Bundesliga-Aufstieg preis. Jeder kennt die Geschichte vom 1. FC Kaiserslautern, der als bisher einziger Aufsteiger direkt zur deutschen Meisterschaft marschierte. Ein Szenario, was RB Leipzig sicherlich gefallen würde. Dass der zweiterfolgreichste Aufsteiger der Rekordmeister aus München ist, wird deren Selbstanspruch gerecht. Da zur Gründung der Bundesliga eher regionale Zugehörigkeit statt Leistung eine Rolle spielten, mussten die Bayern sich erst zu 1860 München in die Bundesliga hocharbeiten.

40 Prozent steigen direkt wieder ab

Doch nur – oder immerhin – 7 der insgesamt 135 Aufsteiger schafften im Folgejahr direkt eine Positionierung in den Top 5 der Tabelle. Die meisten sammelten sich am anderen Ende an: 54 von 135 Aufsteigern stiegen im Folgejahr direkt wieder ab, zwei weitere konnten den Gang in die zweithöchste Spielklasse gerade noch in der Relegation verhindern. Von den fünf schlechtesten Spielzeiten eines Aufsteigers jemals lassen sich dabei allein vier verschiedenen Berliner Klubs zuschreiben. Insgesamt stiegen 40 Prozent der Klubs nach dem Aufstieg direkt wieder ab.

Wiederholungstäter: Nürnberg und Bielefeld mit vielen “Ersten Malen”

Wer öfters aufsteigt, darf auch öfters neu dabei sein. In der Statistik findet man somit den 1. FC Nürnberg gleich acht Mal! Ein bisschen frustrierend: Nie startete der Club besser als auf Rang 12, stieg drei Mal direkt wieder ab. Ähnlich sieht es bei der Arminia aus Bielefeld aus: Bei sieben Aufstiegen folgte bestenfalls ein 13. Platz in der Bundesliga, dreimal stieg man direkt wieder ab. Über das Ziel “Klassenerhalt” wird man sich aber allenortens gefreut haben – egal ob als 08., 12. oder 15.

Freiburg und Leipzig?

Der SC Freiburg steigt zum fünften Mal in die erste Bundesliga auf. Erfreulich für SC-Fans: Im ersten Jahr konnte man bislang stets die Klasse halten! Während das natürlich die Truppe um Trainer Christian Streich nicht davon ablenken wird, den Fokus auf das Erreichen der magischen, wenn auch meistens gar nicht benötigten 40 Punkte zu legen, dürfte RB Leipzig wie erwähnt in andere Regionen schielen. 22 Mannschaften gelang es bislang, nach dem Aufstieg direkt einen einstelligen Tabellenplatz zu belegen. Ob RB zur Nummer 23 werden kann?

 

Aufgrund mehrerer Aufstiege verschiedener Teams kommen diese auch in der Tabelle natürlich mehrfach vor (jeweils das erste Jahr nach dem Aufstieg). Die Leistungen der Teams wurden zwecks einer besseren Vergleichbarkeit auf die Drei-Punkte-Regel angepasst, ein Punkteschnitt soll helfen, Unterschiede zwischen den Ligengrößen (von 16 bis 20) zu relativieren.

PlatzVereinSaisonTorePunktePunkteschnittTabellenplatz
19.Hannover 961964/6548:42461,5305. (von 16)
78.Borussia Neunkirchen1964/6544:48361,2010. (von 16)
2.Bayern München1965/6671:38671,9703.
69.Borussia
Mönchengladbach
1965/6657:68381,1213.
135.SC Tasmania Berlin1965/6615:108100,2918.
89.Fortuna Düsseldorf1966/6744:66341,0017.
97.Rot-Weiß Essen1966/6735:53310,9118.
16.Borussia
Neunkirchen
1967/6852:66471,3811.
124.Alemannia Aachen1967/6833:93260,7617.
28.Hertha BSC Berlin1968/6931:39441,2914.
68.1. FC Nürnberg1968/6945:55381,1217.
73.Kickers Offenbach1968/6942:59381,1218.
54.Rot-Weiß Oberhausen1969/7050:62401,1814.
61.Rot-Weiß Essen1969/7041:54391,1512.
48.Arminia Bielefeld1970/7134:53411,2114.
82.Kickers Offenbach1970/7149:65361,0617.
13.VfL Bochum1971/7259:69481,4109.
57.Fortuna Düsseldorf1971/7240:53401,1813.
6.Wuppertaler SV1972/7362:49551,6204.
12.Kickers Offenbach1972/7361:60491,4407.
46.Rot-Weiss Essen1973/7456:70411,2113.
92.Fortuna Köln1973/7446:79330,9717.
9.Eintracht Braunschweig1974/7552:42501,4709.
132.Tennis Borussia Berlin1974/7538:89210,6217.
37.Karlsruher SC1975/7646:59421,2415.
81.Hannover 961975/7648:60361,0616. (Abstieg)
116.Bayer Uerdingen1975/7628:69280,8218.
17.Borussia Dortmund1976/7773:64461,3508.
70.1. FC Saarbrücken1976/7743:55381,1214.
115.Tennis Borussia
Berlin
1976/7747:85280,8217.
4.VfB Stuttgart1977/7858:40561,6504.
110.1860 München1977/7841:60290,8516. (Abstieg)
127.FC St. Pauli1977/7844:86240,7118.
85.Arminia Bielefeld1978/7943:56351,0316. (Abstieg)
96.1. FC Nürnberg1978/7936:67320,9417.
114.SV Darmstadt 981978/7940:75280,8218.
27.Bayer Leverkusen1979/8045:61441,2912.
47.Bayer Uerdingen1979/8043:61411,2115.
53.1860 München1979/8042:53401,1813.
40.Karlsruher SC1980/8156:63411,2110.
59.1. FC Nürnberg1980/8147:57391,1514.
83.Arminia Bielefeld1980/8146:65361,0615.
3.Werder Bremen1981/8261:52591,7405.
21.Eintracht Braunschweig1981/8261:66461,3511.
122.SV Darmstadt 981981/8246:82260,7617.
108.FC Schalke 041982/8348:68300,8816. (Relegation)
126.Hertha BSC Berlin1982/8343:67250,7418.
33.Bayer Uerdingen1983/8466:79431,2610.
45.Waldhof Mannheim1983/8445:58411,2111.
123.Kickers Offenbach1983/8448:106260,7617.
14.FC Schalke 041984/8563:62471,3808.
120.Karlsruher SC1984/8547:88270,7917.
39.1. FC Nürnberg1985/8651:54411,2112.
117.1. FC Saarbrücken1985/8639:68270,7917.
129.Hannover 961985/8643:92230,6818.
121.FC 08 Homburg1986/8733:79270,7916. (Relegation)
131.Blau-Weiß Berlin1986/8736:76210,6218.
29.Hannover 961987/8859:60431,2610.
74.Karlsruher SC1987/8837:55381,1215.
38.FC St. Pauli1988/8941:42411,2110.
84.Stuttgarter Kickers1988/8941:68361,0617.
35.FC 08 Homburg1989/9041:41320,9418.
95.Fortuna Düsseldorf1989/9033:51421,2409.
36.SG Wattenscheid 091990/9142:51421,2411.
134.Hertha BSC Berlin1990/9137:84170,5018.
22.Dynamo Dresden1991/9234:50461,2114. (von 20)
43.Stuttgarter Kickers1991/9253:64411,0817. (von 20)
44.Hansa Rostock 1991/9243:55411,0818. (von 20)
56.MSV Duisburg1991/9243:55401,0519. (von 20)
98.Bayer Uerdingen1992/9335:64310,9117.
113.1. FC Saarbrücken1992/9337:71280,8218.
10.MSV Duisburg1993/9441:52501,4709.
65.SC Freiburg1993/9454:57381,1215.
133.VfB Leipzig1993/9432:69200,5918.
87.1860 München1994/9541:57351,0314.
93.Bayer Uerdingen1994/9537:52320,9415.
100.VfL Bochum1994/9543:67310,9116. (Abstieg)
11.Hansa Rostock1995/9647:43491,4406.
50.Fortuna Düsseldorf1995/9640:47401,1813.
67.FC St. Pauli1995/9643:51381,1215.
7.VfL Bochum1996/9754:51531,5605.
25.MSV Duisburg1996/9744:49451,3209.
51.Arminia Bielefeld1996/9746:54401,1814.
1.1. FC Kaiserslautern1997/9863:39682,0001.
32.Hertha BSC Berlin1997/9841:53431,2611.
64.VfL Wolfsburg1997/9838:54391,1514.
58.SC Freiburg1998/9936:44391,1512.
76.Eintracht Frankfurt1998/9944:54371,0915.
77.1. FC Nürnberg1998/9940:50371,0916. (Abstieg)
26.SpVgg Unterhaching1999/0040:42441,2910.
88SSV Ulm 18461999/0036:62351,0316. (Abstieg)
105.Arminia Bielefeld1999/0040:61300,8817.
18.1. FC Köln2000/0159:52461,3510.
62.Energie Cottbus2000/0138:52391,1514.
119.VfL Bochum2000/0130:67270,7918.
60.Borussia Mönchengladbach2001/0241:53391,1512.
90.1. FC Nürnberg2001/0234:57341,0015.
130.FC St. Pauli2001/0237:70220,6518.
23.VfL Bochum2002/0355:56451,3209.
31.Hannover 962002/0347:57431,2611.
80.Arminia Bielefeld2002/0335:46361,0616. (Abstieg)
75.SC Freiburg2003/0442:67381,1213.
94.Eintracht Frankfurt2003/0436:53320,9416. (Abstieg)
128.1. FC Köln2003/0432:57230,6818.
30.1. FSV Mainz 052004/0550:55431,2611.
55.Arminia Bielefeld2004/0537:49401,1813.
66.1. FC Nürnberg2004/0555:63381,1214.
79.Eintracht Frankfurt2005/0642:51361,0614.
109.1. FC Köln2005/0649:71300,8817.
118.MSV Duisburg2005/0634:63270,7918.
24.VfL Bochum2006/0749:50451,3208.
42.Energie Cottbus2006/0738:49411,2113.
91.Alemannia Aachen2006/0746:70341,0017.
34.Karlsruher SC2007/0838:53431,2611.
106.Hansa Rostock2007/0830:52300,8817.
111.MSV Duisburg2007/0836:55290,8518.
5.TSG Hoffenheim2008/0963:49551,6207.
63.1. FC Köln2008/0935:50391,1512.
99.Borussia Mönchengladbach2008/0939:62310,9115.
15.1. FSV Mainz 052009/1036:42471,3809.
86.SC Freiburg2009/1035:59351,0314.
102.1. FC Nürnberg2009/1032:58310,9116. (Relegation)
20.1. FC Kaiserslautern2010/1148:51461,3507.
112.FC St. Pauli2010/1135:68290,8518.
71.FC Augsburg2011/1236:49381,1214.
101.Hertha BSC Berlin2011/1238:64310,9116. (Relegation)
8.Eintracht Frankfurt2012/1349:46511,5006.
104.Greuther Fürth2012/1326:60210,6218.
107.Fortuna Düsseldorf2012/1339:57300,8817.
41.Hertha BSC Berlin2013/1440:48411,2111.
125.Eintracht Braunschweig2013/1429:60250,7418.
49.1. FC Köln2014/1534:40401,1812.
103.SC Paderborn2014/1531:65310,9118.
52.FC Ingolstadt 042015/1633:42401,1811.
72.SV Darmstadt 982015/1638:53381,1214.

 

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Mit dem bereits lange erwarteten Transfer von Paul Pogba von Juventus Turin für 110 Millionen Euro setzt Manchester United eine neue Rekordmarke in Sachen Ablöse und positioniert sich deutlich für die anstehende Premier-League-Saison. Besonders freuen darf sich Pogbas Agent Mino Raiola: Dem Vernehmen nach soll Manchester United ihm weitere 20 Millionen Euro für die Rückhol-Aktion des einstigen Manchester United-Talents zahlen.

Erst Paris, dann Manchester

Mino Raiolas Art der Verhandlung wurde bereits im Zuge der Mkhytarian-Debatte beim BVB erwähnt. Der Italiener, der früher bereits Pavel Nedved oder Mark van Bommel vertrat,  ist durchaus bekannt für eine gewisse Respektlosigkeit in Verhandlungen. Er spielt Vereine gegeneinander aus und transferiert seine Spieler gerne reihenweise an einen Verein. Bis zu diesem Sommer hatte Raiola mit Maxwell, Blaise Matuidi, Gregory van der Wiel und Zlatan Ibrahimovic gleich vier Spieler bei Paris St. Germain geparkt. In der Presse wiederholte er in dieser Zeit nur allzu gerne, dass der CL-Titel für Paris nur eine Frage der Zeit sei.

PSG wird nicht nur mit hundertprozentiger Sicherheit die Champions League gewinnen, sondern in naher Zeit auch das Triple. Zlatan und ich haben uns dieses Projekt gezielt ausgesucht. Weil wir daran glauben. Bereits Maxwell habe ich bewusst dorthin vermittelt, er war mein erster Spieler dort. Ich habe nämlich etwas früher als alle anderen kapiert, was sich dort entwickelt. Das ist auch der Grund, warum ich so erfolgreich bin. Ich kann den Markt lesen, ich weiß, was passiert und warum es passiert. Ich beeinflusse ihn sogar.(Mino Raiola im 11Freunde-Interview, 2014)

Die Zeit kam jedoch nicht. Und Raiola zieht seine Spieler so langsam wieder ab. Van der Wiel spielt jetzt in Istanbul, Zlatan Ibrahimovic zog es ebenfalls nach Manchester United – ablösefrei. Das darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass Raiola diese Situation wohl für ein besonders schönes Handgeld genutzt haben dürfte. Die Vermittlung von Henrikh Mkhytarian nach England käme da noch dazu. Man könnte schon einmal raten, wen Raiola in seinem nächsten Interview zum CL-Favoriten erklärt (Damit wird er noch mindestens ein Jahr warten dürfen, da seine Schützlinge zuerst einmal ein Jahr Europa League vor sich haben).

Koste es, was es wolle

Manchester United dürfte somit in diesem Sommer eine Gesamtsumme an einen Berater gezahlt haben, die selbst die besten Gehälter von Fußballspielern übertrifft. Die Fußballer müssen einem da nicht wirklich leid tun. Und die Vereine, die bereit sind, solche Summen zu zahlen, ebenfalls nicht.

Es bleibt die Frage, ob es klug von Manchester United ist, Paul Pogba zurück zu holen. In erster Linie nicht wegen der Tatsache, dass der 23-jährige bisher noch große Leistungen schuldig blieb, in wichtigen Spielen gerne untertauchte und – noch einmal – 110 Millionen Euro (+20 für Raiola) kosten dürfte. Sondern vielmehr, weil man mit Ibrahimovic, Mkhytarian und Pogba nun drei Säulen des neuen Teams auf den Launen eines Mino Raiola aufbaut.

Raiola und Mourinho könnten sich vom Typ her gut verstehen. Allein die Verpflichtung von Mourinho wird dem Verein jedoch keinen Erfolg garantieren – zu eng geht es in der Premier-League zu. Manchester United versucht im Konkurrenzkampf mit City, Chelsea, Arsenal und Überraschungsteams wie Leicester City und Tottenham mitzuhalten und gleichzeitig endlich zu den erfolgreichen Zeiten der Ferguson-Ära zurück zu kommen. Sollte dies jedoch nicht klappen, könnte es sein, dass Raiola bald einen neuen CL-Favoriten erwählt.

 

 

 

 

 

 

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Der Transfer von Leroy Sané ist durch. 50 Millionen Euro fließen nach Gelsenkirchen und Pep Guardiola bekommt seinen nächsten Wunschspieler auf der Mission, den letztjährigen Tabellenvierten der Premier-League zu internationalem Glanz zu verhelfen. Ob nun aufgrund von Guardiola oder dem Geld, was ihm auch der scheinbar enttäuschte Rummenigge unterstellte, eines der zweifellos größten deutschen Talente zieht ins Ausland. Ob sich der erst 20-jährige Sané bereits in England und bei Manchester City durchsetzen wird? Der Wechsel könnte ein wenig zu früh gekommen sein. Wenn er es jedoch schaffen sollte, kann Lukas Podolski sein Rücktrittsschreiben an Jogi Löw dann auch endlich losschicken. Doch bisher waren Sanés Leistungen in seiner noch jungen Karriere ja recht vielversprechend.

Auf Platz 2 der Rekordtransfers

Die Premier League zieht der Bundesliga wie erwartet derzeit Spieler um Spieler raus – hinterlässt dabei aber auch mehr als marktgerecht erscheinende Ablösesummen bei den abgebenden Vereinen. Die Rekordtransfers werden daher in den letzten Jahren regelmäßig gebrochen, und auch dieses Jahr sind drei der fünf Rekordtransfers der Bundesliga-Geschichte getätigt worden – Leroy Sané belegt nun hinter Kevin de Bruyne Platz 2 in dieser Liste.

Der FC Bayern München, bis vor wenigen Jahren stets beteiligt an den teuersten Transfers der Geschichte, steht in dieser Statistik nun schon nichtmal mehr auf einem Treppchenplatz. Das liegt aber auch daran, dass sie in letzter Zeit keinen Spieler nach England verloren haben. Alle Top-5-Transfers fanden innerhalb der letzten 2 Saisons statt, bei allen fünf Spielern handelt es sich um Abgänge in die Premier League. Erst danach kommen die Bayern ins Spiel – mit den Transfers von Martinez, Hummels, Vidal und Götze damit gleich vier Mal hintereinander.

Bayern München als Top-Käufer und Verkäufer

Die Kurve zeigt nachweislich jährlich nach oben. Von den Top-50-Transfers stammen derzeit 10 aus dem aktuellen Transferfenster, 8 waren es bereits aus der Saison 2015/16 und 5 aus der Saison 2014/15. Der älteste Transfer datiert aus dem Jahr 2001, als Emerson Bayer Leverkusen in Richtung Rom verließ.

Die neueste Entwicklung darf über bemerkenswerte Details der Statistik nicht hinwegtäuschen. Bei den 50 Transfers stand so 14 mal der FC Bayern München als Käufer parat, 6 weitere Male verkaufte der Deutsche Rekordmeister einen Spieler. Bei 6 Verkäufen reiht sich auch die Borussia aus Dortmund ein, die aber ebenso 6 Einkäufe auf der Rekordliste zu verzeichnen haben.

Wer wechselt rein, wer wechselt raus, wer bleibt?

Bei  noch 11 Transfers handelte es sich noch um innerdeutsche Transfers, Spieler, die innerhalb der Bundesliga wechselten. 23 der Top-50 wechselten aus Deutschland ins Ausland, die anderen 16 vom Ausland nach Deutschland. Dabei war keiner der Top-50-Transfers bei seinem Wechsel bereits älter als 28 Jahre, mit 18 Jahren ist Bayern-Neuzugang Renato Sanches, vor Schalke-Neuzugang Breel Embolo (19) und eben Leroy Sané der jüngste Akteur auf der Liste.

Doppelt und Dreifach

Einige Spieler tauchen in der Statistik dafür nicht nur einmal auf: Mario Götze schafft es nach seinem Hin und Her zweimal auf die Liste, ebenso wie Henrikh Mkhytarian und Kevin de Bruyne. André Schürrle gehört nach seinem Wechsel vom VfL Wolfsburg zu Borussia Dortmund im Alter von 25 Jahren bereits dreifach zu den Top-50-Transfers der Bundesliga-Geschichte. Auch das ein Zeichen des Wahnsinns. Noch ist das Transferfenster bis Ende August geöffnet – Mal sehen, wieviel sich in dieser Tabelle bis dahin noch tut.

Hier also eine Auflistung der derzeitigen Top-50-Bundesligatransfers. Auch wenn man bei einigen (z. B. Renato Sanches oder Breel Embolo) noch mit möglichen Zusatzzahlungen rechnen kann, liefern die Zahlen doch eine gute Einordnung. Neben den eigenen Quellen halfen die Statistiken von transfermarkt.de

RangSpielerAlterSaisonVonZuAblöse
1Kevin de Bruyne242015/16VfL WolfsburgManchester City74,00 Mio €
2Leroy Sané202016/17FC Schalke 04Manchester City50,00 Mio €
3Granit Xhaka232016/17Borussia
Mönchengladbach
FC Arsenal London45,00 Mio €
4Henrikh Mkhitaryan272016/17Borussia DortmundManchester Utd.42,00 Mio €
5Roberto Firmino232015/16TSG HoffenheimFC Liverpool41,00 Mio €
6Javi Martinez242012/13Atletic BilbaoBayern München40,00 Mio €
7Mats Hummels272016/17Borussia DortmundBayern München38,00 Mio €
8Arturo Vidal282015/16Juventus TurinBayern München37,00 Mio €
8Mario Götze212013/14Borussia DortmundBayern München37,00 Mio €
8Edin Dzeko242010/11VfL WolfsburgManchester City37,00 Mio €
11Renato Sanches182016/17Benfica LissabonBayern München35,00 Mio €
12Julian Draxler212015/16FC Schalke 04VfL Wolfsburg34,00 Mio €
13André Schürrle242014/15FC Chelsea LondonVfL Wolfsburg32,00 Mio €
14André Schürrle252016/17VfL WolfsburgBorussia Dortmund30,00 Mio €
14Douglas Costa242015/16Shaktar DonezkBayern München30,00 Mio €
14Heung-Min Son232015/16Bayer LeverkusenTottenham Hotspur30,00 Mio €
14Toni Kroos242014/15Bayern MünchenReal Madrid30,00 Mio €
14Manuel Neuer252011/12FC Schalke 04Bayern München30,00 Mio €
14Mario Gómez232009/10VfB StuttgartBayern München30,00 Mio €
20Medhi Benatia272014/15AS RomBayern München28,00 Mio €
21Breel Embolo192016/17FC BaselFC Schalke 0427,50 Mio €
21Henrikh Mkhitaryan242013/14Shaktar DonezkBorussia Dortmund27,50 Mio €
23Ilkay Gündogan252016/17Borussia DortmundManchester City27,00 Mio €
23Diego242009/10Werder BremenJuventus Turin27,00 Mio €
25Mario Götze242016/17Bayern MünchenBorussia Dortmund26,00 Mio €
26Márcio Amoroso272001/02FC ParmaBorussia Dortmund25,50 Mio €
27Thiago222013/14FC BarcelonaBayern München25,00 Mio €
27Franck Ribéry242007/08Olymp. MarseilleBayern München25,00 Mio €
27Owen Hargreaves262007/08Bayern MünchenManchester Utd.25,00 Mio €
30Arjen Robben252009/10Real MadridBayern München24,00 Mio €
31Mario Mandzukic282014/15Bayern MünchenAtletico Madrid22,00 Mio €
31Kevin de Bruyne222013/14FC Chelsea LondonVfL Wolfsburg22,00 Mio €
31André Schürrle222013/14Bayer LeverkusenFC Chelsea London22,00 Mio €
34Kevin Volland232016/17TSG HoffenheimBayer Leverkusen20,00 Mio €
34Abdul Rahman Baba212015/16FC AugsburgFC Chelsea London20,00 Mio €
34Carlos Eduardo232010/11TSG HoffenheimRubin Kazan20,00 Mio €
37Roy Makaay282003/04Deportivo La CorunaBayern München19,75 Mio €
38Ciro Immobile242014/15FC TurinBorussia Dortmund18,50 Mio €
39Mesut Özil212010/11Werder BremenReal Madrid18,00 Mio €
39Nigel de Jong242008/09Hamburger SVManchester City18,00 Mio €
39Emerson242000/01Bayer LeverkusenAS Rom18,00 Mio €
42Marco Reus232012/13Borussia
Mönchengladbach
Borussia Dortmund17,10 Mio €
43Luiz Gustavo232010/11TSG HoffenheimBayern München17,00 Mio €
43Evanilson252001/02Borussia DortmundFC Parma17,00 Mio €
45Ivan Perisic262015/16VfL WolfsburgInter Mailand16,00 Mio €
45Luiz Gustavo262013/14Bayern MünchenVfL Wolfsburg16,00 Mio €
45Shinji Kagawa232012/13Borussia DortmundManchester Utd.16,00 Mio €
48Dimitar Berbatov252006/07Bayer LeverkusenTottenham Hotspur15,70 Mio €
49Mario Gomez282013/14Bayern MünchenAC Florenz15,50 Mio €
49Diego252010/11Juventus TurinVfL Wolfsburg15,50 Mio €
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